Mittwoch, 8. Oktober 2014

Besucher in der Werkstatt

Wertheim ist längst vorbei, war - wie jedes Jahr - wunderschön und ich bin - auch wie jedes Jahr - relativ pleite heimgefahren. Dass ich nicht komplett verarmt war, lag nur daran, dass ich am Sonntag nicht mehr zum Symposium konnte, weil mein Mann krank wurde und Bine, Daniela und ich schon ganz früh morgens heimgerauscht sind. Das ersehnte Werkzeug hab ich mir dann halt zu Hause über das Internet (das laut meiner Tochter mein Freund ist), nach geordert.

Inzwischen bin ich wieder im Alltag angekommen, eine neue FOS-Praktikantin hat in meiner Werkstatt angefangen und erfreulicherweise ist es diesmal meine älteste Tochter Katharina. Sie macht sich auch ganz gut, lernt schnell und hat ihre Leidenschaft (und ihr Talent) für die Herstellung von Fritten entdeckt, was dazu führt, dass sie mich mit immer neuen, tollen Mischungen überrascht. Wie praktisch, dass ich ein Faible für die Verwendung von Fritten-Mischungen habe....

Eine solche Mischung hat sie dann am Sonntag nach Schmidsfelden mitgenommen, wo das alljährliche Glashüttenfest stattfand und sie Charly und Gaby Hummel mitgebracht, als kleines Dankeschön für die tolle Murmelvorführung (inklusive Murmel) bei unserem "Betriebsausflug" im Sommer. 

Das Glashüttenfest findet jedes Jahr am ersten Sonntag im Oktober statt und ist eine wirklich tolle Veranstaltung. Neben diversen Ständen mit Glas in allen möglichen Variationen (Perlen, Trinkgläser, Tiffany-Kunst, Fusing etc.) gibt es auch immer reichlich Stände mit Leckereien aus der Region, wie Wurst, Käse oder Honig. Auch für den akuten Hunger war mit Büffel- und anderen Bratwürsten, Ochsenbraten, Käsespätzle sowie Kaffee und Kuchen ebenfalls gesorgt. Natürlich kann man auch das Museum und die Schauglashütte mit den Vorführungen besichtigen oder einen Abstecher zu "Schmuck-Stück" machen, wo Gaby und Charly Hummel ihre Glasperlen und Murmeln herstellen und verkaufen.

Vorgestern hatten wir dann hohen Besuch. Frank Miguletz, bekannt auch als "Fax", hat für Katharina einen ganzen Vormittag Vorführungen gemacht und Erklärungen geliefert und es war sehr interessant und lehrreich und wir hatten ausserdem eine Menge Spaß.



Die Ergebnisse von Franks Vorführungen kann man hier bewundern:


Gestern dann hat die Kunstlehrerin der FOS die Praktikumsstätte besichtigt und ich denke, wir haben einen ganz guten Eindruck hinterlassen...

Servus!





Mittwoch, 17. September 2014

Noch auf die Schnelle

Seit ich in Wertheim vor 2 Jahren die Geckos bei der Vorführung von Sabine Frank gelernt habe, kann ich nicht die Finger davon lassen.

Diesmal mussten die kleinen Kerle für Hundepfeifen-Bänder herhalten...






Und dann noch eines ohne Gecko, dafür mit Holzperlen


Übermorgen geht es ab nach Wertheim, juhuu!!

 



Sonntag, 14. September 2014

Zwei Seiten des Regenbogens und was ganz neues

Die Sommerferien gehen dem Ende zu und ich hab wieder Zeit für die Werkstatt und hab auch schon wieder mit dem Sandstrahler gespielt.

Zwei neue Colliers sind entstanden, in meinem Lieblingsmotiv, dem Regenbogen. Und sie sind von der Art her sehr ähnlich, aber doch sehr gegensätzlich.

Das eine hab ich "Rainbow and Ice" getauft, weil ich die klaren Zwischenperlen mattiert habe.


Das andere heisst "Iced Rainbow", hier sind die farbigen Regenbogen-Perlen mattiert.

Ausserdem hab ich mal was ganz anderes ausprobiert:

 Sandgestrahlte Fensterhänger mit Blumenmotiv oder asiatischer Kalligraphie, die auch noch sanft im Luftzug bimmeln.

"Für immer und ewig"



"Ich liebe Dich"



"Lebe Deinen Traum"




Nächstess Wochenende geht es nach Wertheim und anschließend geht es auch schon mit der nächsten Praktikantin los...gibt also wieder viel zu berichten.

Servus!







Donnerstag, 24. Juli 2014

Ausflug nach Schmidsfelden

Gestern waren wir also auf "Betriebsausflug" in der historischen Glashütte Schmidsfelden, meine Praktikantin Manuela, meine älteste Tochter und ich.

Das Wetter meinte es gut mit uns und das Allgäu präsentierte sich in seiner schönsten Form, mit satten, grünen Wiesen und weidenden Kühen.

Gleich nach unserer Ankunft konnten wir uns einer Führung im Museum anschließen und erfuhren etwas über die Geschichte des Glasmacherdorfes und der Glasmacherei in der Adelegg, wie diese Region im Allgäu heisst.



Anschließend gab es eine Glasbläser-Vorführung in der Produktionsstätte der Hütte, die nicht nur spannend anzuschauen war, sondern auch ausserordentlich informativ und unterhaltsam von Beate, der Mitarbeiterin des Hüttenchefs Stefan Michaelis, gehalten wurde.

Nach der Vorführung durfte Praktikantin Manuela dem Stefan helfen, ein Glasherz für sie zu gießen.


Natürlich mussten wir noch im Glasladen shoppen gehen und fanden unter anderem diese putzigen Pilze.



Zum Mittagessen fuhren wir in den nahe gelegenen Landgasthof Rössle und ließen es uns bei Weisswürsten, Schweinsbraten und Allgäuer Kässpatzen gut gehen.

Danach ging es nochmal zurück nach Schmidsfelden, wo der Murmelmacher Charly Hummel im Glasperlenstudio SchmuckStück extra für uns eine Vorführung in der Kunst der Murmelherstellung zeigte.



Das war das Sahnehäubchen auf diesem tollen Tag!

Leider mussten wir uns anschließend schon  verabschieden und den Heimweg antreten.

Demnächst also wieder Berichte aus der Werkstatt...

Servus!




Donnerstag, 17. Juli 2014

Eine Praktikantin ist praktisch....


Die Zeit mit meiner Praktikantin nähert sich ihrem Ende. Vier Wochen ist sie schon bei mir, eine Woche haben wir noch.

Mittlerweile macht sie schon mehrere Spacer an einem Dorn (zu sehen an der gelb/türkisen Kette unten), hat sich mit der Herstellung und Verwendung von Glas-Fritts beschäftigt und sich in der Kaltbearbeitung das Sandstrahlen angeeignet. 




Die Vorlagen für das Schild und die Windlichter hat sie selber gezeichnet (wofür ihr ihr großen Respekt zolle)




In der Zwischenzeit hatte ich Zeit, mich mit Colliers, Armbändern und Boloties (eine Art Westen-Krawatte) zu beschäftigen. 

Boloties





Diese hier ist für meinen Mann


Colliers und Armbänder


Hier stammen die meisten gelben Spacer von meiner Praktikantin. 



Ausserdem hatte ich für 2 Wochen leihweise Bineles Bell-Flower-Presse und habe Blüten auf Vorrat gemacht...


Es gab auch wieder Aufträge zu erledigen. 

Eine Trachtenkette mit gefüllter Hohlperle



Und eine strickende Kundin wollte gerne bunte Wollknäuel, um Fäden zu markieren.


Nächste Woche machen wir einen "Betriebsausflug" in die Glashütte Schmidsfelden im Allgäu. Ich werde dann natürlich berichten.

Servus!



Dienstag, 1. Juli 2014

Ich hab 'ne Praktikantin...

Endlich kann ich mal wieder neue Perlen zeigen. Dass ich zur Zeit mehr als sonst am Brenner verbringen kann, liegt daran, dass ich eine Praktikantin in meine Werkstatt bekommen habe. Sie geht auf die Fachoberschule für Gestaltung und ist für mich eine echte Bereicherung. Sowohl am Brenner als auch in der Nachbearbeitung geht sie mir sehr geschickt zur Hand und wenn es auch ein bisschen anstrengend ist, 8 Stunden täglich in der Werkstatt zu verbringen, es macht jedenfalls viel Spaß!

Zwei Wochen zuvor war ich an einem Wochenende zum Perlentreffen in der Schweiz und habe dort nicht nur supernette Perlen-Kolleg/Innen kennengelernt und wieder getroffen, ich hab auch eine tolle Idee "abgestaubt", wie man aus alten Weinflaschen schöne Windlichter machen kann. Freundlicherweise hat mir Bine (von Bineles Sach) ihre Blütenzange geliehen und nun mache ich jede Menge Blüten für die Windlichter.
  

Auch aus der Schweiz mitgebracht hab ich ein neues Silberglas, das ich beim Swap bekommen habe. "Arke" ist total genial und ich hoffe, ich konnte den schönen Schimmer fotografisch einfangen.

Angeregt von Frank Miguletz "Miguu"-Walzen, habe ich mich (weil ich die Finger wieder nicht von der Presse lassen kann) an "Miguuletten" versucht. Die machen richtig Spaß und könnten zur Sucht werden...

 Jetzt geh ich an dem neuen Collier weiterarbeiten, das ich hier demnächst zeigen kann.

Servus!

Freitag, 25. April 2014

Mutperlen

Seit ca. eineinhalb Jahren darf ich mit meinen Perlen ein Mädchen begleiten, das sich schon mit dem 2. Gehirntumor in Behandlung befindet. Als ich die Mutter in einem Forum kennen lernte, wollte ich gerne helfen und fand über die schweizer Organisation "Mutperlen" ein tolles Projekt, das jeden Behandlungsschritt mit besonderen Perlen dokumentiert.

Mir gefiel diese Idee sehr gut und die schweizerischen Perlenmacherinnen unterstützten mich mit Perlen-Listen und -Fotos und so kann die Mutter des Mädchens seitdem mit ihrer Tochter die Krankengeschichte der zweiten Tumorerkrankung mit Perlen zeigen und erinnern. Und das ist die Mutperlenkette von November 2012 bis heute:


In den letzten Tagen hab ich hauptsächlich Nachschub für die Kette gebruzzelt

Und weil mich die Mutter gefragt hat, ob es nicht auch Perlen für den Urlaub gibt, habe ich nachgedacht und ihre Aussage, dass es ja dann viele Super-Tage (für die der Smilie steht) sind, als Idee genommen und diese Perlen für den Urlaub gemacht:

Wer mehr über das schweizer Mutperlen-Projekt erfahren möchte oder diese tolle Sache mit Spenden unterstützen möchte, kann das hier tun:



Servus!